Pneumatische Fettpressen
Die pneumatische Fettpresse
Die pneumatische Fettpresse - Begriffsbestimmung und Arbeitsweise
Mit dem Begriff Pneumatik wird in Wissenschaft und Technik der Einsatz von Druckluft bezeichnet. Druckluft bekommt man in der Regel durch den Einsatz eines Kompressors, der die normale Luft komprimiert. Um eine pneumatische Fettpresse einsetzen zu können, ist jeder handelsübliche Kompressor geeignet. Als Fettpresse bezeichnet man ein Werkzeug, bei dem über sogenannte Schmiernippel Schmierfett an eine bestimmte Stelle gedrückt wird. Man unterscheidet Hebel- und Stoßfettpressen, im Bereich Fettpresse, mit manuellem, pneumatischem oder elektrischem Antrieb. Die pneumatische Fettpresse benötigt auf jeden Fall einen Druckluftanschluss an einen handelsüblichen Kompressor.
Pneumatische Fettpressen gibt es in drei unterschiedlichen
Variationen. Man unterscheidet pneumatische Handfettpressen, pneumatische
Hochdruckfettpressen und komplette Abschmiersysteme mit pneumatischem Antrieb.
Die pneumatische Hand-Fettpresse
Pneumatische Fettpressen für den Handbetrieb können mit handelsüblichen Fettkartuschen
oder mit losen Schmierfetten verwendet werden. Die Abgabeschläuche sind
in der Regel flexibel und nehmen unterschiedliche Mundstücke auf. Der Luftverbrauch
bei einer pneumatischen Fettpresse dieser Modellvariante
liegt bei ca. 70 l/min. Die pneumatische Fettpresse für den Handbetrieb
gibt es auch als Einhandmodell. Der Eingangsdruck liegt zwischen drei und
acht bar. Alle handelsüblichen Modelle weisen einen Betriebsüberdruck von
max. 480 bar auf. Diese pneumatische Fettpresse ist mit einem Gewicht zwischen
1,2 und 2 Kilogramm je nach Modell leicht zu handhaben. Sie können an jeden
handelsüblichen Kompressor angeschlossen werden. Häufig werden pneumatische
Fettpressen für den Handbetrieb als komplettes Set in einem praktischen
Koffer angeboten.

Besondere Formen der pneumatischen Handfettpresse
Pneumatische Handfettpressen werden in unterschiedlichen Formen angeboten. Spindelfettpressen arbeiten zum Beispiel mit einem Druck von bis zum 6 bar und können mit handelsüblichen Kartuschen von max. 500 ccm betrieben werden. Handhebelfettpressen arbeiten ebenfalls mit Druckluft, nehmen Fettkartuschen von 400 und 500 ccm auf, können aber auch mit bis zum 600 ccm losen Schmierstoffen befüllt werden.
Die pneumatische Hochdruck-Fettpresse
Eine pneumatische Fettpresse, die mit Hochdruck betrieben wird, eignet sich zum
Einsatz in Werkstätten. Besonders beim Absaugen von Ölen und Fetten aus
Fässern zeigt sich die pneumatische Fettpresse als ausgezeichnetes Werkzeug.
Die unterschiedlichen Modellvarianten dieser Art einer pneumatischen
Fettpresse bieten verschiedene Einsatzmöglichkeiten. Die Geräte
sind mit einem Gewicht von ca. 35 bis 40 kg relativ schwer und eher für
den stationären Einsatz als pneumatische Fettpresse geeignet.
Das komplette Abschmiersystem mit pneumatischem Antrieb
Diese kompletten Abschmiersysteme werden als Fettpresse zum Befüllen von Fettspeichern
verwendet. Der pneumatische Antrieb ist effizient. Die Fördermenge liegt
zwischen 0,1 und 3 l/min. Für den Druckluftanschluss an den Kompressor ist
eine Schnellkupplung vorgesehen, damit der pneumatische Antrieb schnell
und reibungslos funktioniert. Ein komplettes Abschmiersystem erledigt mehrere
Arbeitsgänge in einem. Es fördert mit dem pneumatischen Antrieb den erforderlichen
Schmierstoff aus einem Eimer oder Fass in ein Lagerbehältnis und gibt dann
als pneumatische Fettpresse den Schmierstoff an die erforderlichen
Stellen ab. Diese Systeme sind groß, unhandlich und kostenintensiver als
die anderen bekannten pneumatischen Fettpressen. Sie finden deshalb eher
in der Industrie und in großen Werkstätten ihre Einsatzbereiche.
Zubehör für die pneumatische Fettpresse
Für jede Art der hier beschriebenen pneumatischen Fettpressen gibt
es eine ganze Reihe von Zubehörteilen. Unterschiedliche Schmiernippel gehören
dabei eigentlich schon zum Standard. Um den Durchfluss besser steuern zu
können, gibt es für die pneumatische Fettpresse einen sogenannten Hochdruck-digital-Fettzähler.
Dabei handelt es sich um einen eichbaren Impulsgeber, der für unterschiedliche
Fette eingesetzt werden kann. Wenn die pneumatische Fettpresse regelmäßig
benutzt wird, kann dieses Zubehörteil durchaus Sinn machen. Außerdem gibt
es für die pneumatische Fettpresse zusätzliche Hochdruck-Fettpistolen, die
über drehbare Gelenke für einen flexibleren Einsatz verfügen. Sie sind meistens
aus Stahl gefertigt und halten einem Belastungsdruck von max. 450 bar stand.
Besonders für schwer zugängliche Schmierstellen bieten sich Nadeldüsen als
Zubehör für die Fettpresse an. In der Regel bestehen sie aus chromatiertem
Stahl und haben eine Bohrungsöffnung von 0,7 mm, was eine sehr feine Schmiermittelverteilung
gestattet. Gummipanzerschläuche, Düsenrohre auch in abgewinkelter Form und
Schlauchaufroller komplettieren das standardmäßige Zubehörsortiment für
die verschiedenen Modellvarianten der handelsüblichen pneumatisch betriebenen
Fettpressen. Natürlich gibt es darüber hinaus auch Zubehörteile für ganz
spezielle Einsatzmöglichkeiten. Entscheidend für die Notwendigkeit von weiteren
Zubehörteilen ist hier das Einsatzgebiet und natürlich auch die gewählte
Modellvariante der pneumatischen Fettpresse.
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